Schenkvestment

‚Behaltet das Schenkgeld im Blick….‘ war die Botschaft an die Triodos Bank von einem ihrer Gründer anlässlich der Eröffnung ihrer deutschen Niederlassung. Sicherlich ist dies nicht ganz einfach in einem Bankenalltag, der von Wettbewerb, Regulatorik, Niedrigzinspolitik und zunehmender Digitalisierung geprägt ist.

Und doch genügt es, wenn es nur einen Menschen gibt, der diese Erinnerung im Herzen trägt und weitergibt. Jan Miller war dieser Mensch, er ist Marketingleiter der Triodos Bank, der die Worte von Rudolf Mees in einem Telefonat erwähnte. Jan Miller ist kein gelernter Banker, sondern hat Psychologie studiert mit BWL im Nebenfach, möglicherweise ein Grund, weshalb jener Satz im Stammbuch der Bank ihm aufgefallen ist. Noch etwas sagte er in diesem Telefonat: er zeigte sich betrübt darüber, dass die Bank als Unternehmen so viele wirklich gute Projekte und Initiativen, die um Sponsoring bitten, ablehnen muss, weil sie dafür nicht genügend Schenkgeld-Budget haben. Dieses Bedauern war ehrlich; so ehrlich, dass ich mir dachte ‚da muss es doch einen Weg geben!

Glücklicherweise haben wir mit MenschBank die Möglichkeit, frei, mutig und innovativ, einem Impuls zu folgen, ihn, wenn die Zeit reif ist dafür, in eine Idee fließen zu lassen, diese Idee in konkretem Tun auszuprobieren, somit Erfahrungen zu machen – und aus diesen Erfahrungen gemeinsam mit interessierten Beteiligten eine Vision zu formulieren, die die Bankenwelt von morgen mitgestaltet.

Denn – wir wiederholen uns – wir sind keine Bank, kein Finanzvertrieb, keine Unternehmensberatung … wir sind einfach Menschen, die neugierig sind und mutig, vor allem abenteuerlustig und innovativ und es total mögen, Problemen mit dem Bewusstsein zu begegnen, dass es dafür Lösungen gibt. Und wir lieben es, Menschen zu helfen, glücklich und erfüllt in ihrem Tun zu sein.

Nach einem so klaren Impuls wie oben beschrieben, haben wir meist recht zügig eine Idee, häufig als Lösungsvorschlag für den einen Menschen bzw. die eine Bank. Anders in diesem Fall. Hier war klar, es ist was Größeres, Komplexeres, mehrere Parteien einbeziehend. Es entstand ein Konzeptentwurf ‚Social im Business‚, den wir dann die letzten Monate intern und extern besprochen und weiterentwickelt haben.

Schon lange wollen wir dazu in einem Blogartikel sichtbar werden. Doch irgendein Puzzleteil fehlte noch – irgendwie war es noch nicht ‚rund‘. Jetzt sind wir an einem Punkt, dass es ‚rund‘ ist – wir haben es nicht nur theoretisch entwickelt und skizziert, sondern praktisch erfahren.

Vor einer Woche genau erhielt der erste Mensch mit seiner ersten Unternehmung ein Schenkvestment in Höhe von EINER MENSCHBANK MILLION. Wir waren selbst ‚baff‘, als das Zertifikat und das dazugehörende Bargeld vor uns lag. Denn dies ist eine Besonderheit von Schenkvestment: wir schenken Bargeld – ganz reales Bargeld.

Es gibt noch eine Besonderheit: Das Geld, das wir weitergeben, wurde uns von Menschen zur Verfügung gestellt, die die gleiche Vision und/oder die gleichen Werte haben wie die Unternehmung, die wir unterstützen. Und damit helfen wir, wenn wir die 2.500 Jahre alten buddhistischen Erfolgsprinzipien zugrunde legen, auch den Geldgebern, ihren eigenen Wunsch wahr werden zu lassen.

Auch greifen wir den Appell von Friedrich von Schiller aus ‚An die Freude‘ auf, in vielerlei Hinsicht: es gibt keine ‚Tyrannenketten‘, also keine komplizierte Antragstellung oder Verträge, es gibt kein ‚Schuldbuch‘ und damit keine Erwartungen, die enttäuscht werden könnten, ‚alle Menschen werden Brüder‘, egal ob arm oder reich. Wir ermöglichen so die Freude im Teilen – weil, ganz ehrlich: die Freude, die wir als MenschBank hatten, dieses erste Schenkvestment zu geben, diese Freude ist unbezahlbar.

Und noch eines greifen wir auf – Geld hat immer nur den Wert, den wir ihm geben. Geld selbst ist neutral – so wie z.B. Globuli. Erst die Information, die Glaubenssätze, die gesellschaftlichen Übereinkünfte und nicht zuletzt der vereinbarte Wert z.B. einer Dienstleistung machen es zu dem, was es für jeden einzelnen ist. – Klingt verrückt, haben wir auch lange drauf rumdenken müssen, doch ist (für uns) so…. – Wir nutzen Geld in unseren MenschBank Schenkvestments lediglich als Trägerpapier des Wertes, den wir ihm geben.

Ein Wert, der geprägt ist von dem Bewusstsein, dass genug da ist, es zunächst einmal einfach den ersten Impuls und Schritt braucht (und der Weg sich dann schon zeigt), Geld frei gegeben werden und immer weiter (nie zurück) fliessen darf, dass (auch in meinem Leben) unterstützt und stärker wird, wofür ich mein Geld investiere (weshalb man entsprechend seiner Werte investieren sollte) und das Ganze – Achtung, es wird ernst! – einfach ein Spiel ist. Ein Spiel, das Freude machen darf.

Bitte, auch wenn diese Worte ‚verrückt‘ klingen, lasst sie einmal so stehen – ohne sofort dafür oder dagegen zu sein. Lasst dieses Experiment, das wir hier leben, einfach einmal zu – macht gerne mit, wenn Ihr wollt, oder beobachtet von der Ferne.

Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben. (George Bernard Shaw)

Es ist ‚ein Spiel‘, möglicherweise ähnlich wie die Börse oder Roulette. Nur sind unsere Regeln ein wenig anders – und es ist möglich, dass bei den Schenkvestments alle gewinnen. (wir werden es probieren)

Nun geht es los…. Das erste Schenkvestment ist gemacht – es war für die Unternehmung ein erster Impuls, erste greifbare Euros. Frei gegeben. Daraus ist schon jetzt, eine Woche später, viel mehr entstanden … doch dazu berichten wir ein anderes Mal.

Wo stehen wir aktuell, was sind die nächsten Schritte?! Nun, einerseits sind wir gerade dabei, mit Professoren und Universitäten zu sprechen, um die Möglichkeit einer Studie zu besprechen. Wir haben den Eindruck, dass eine wissenschaftliche Untersuchung, was Geld bewirkt (a) mit den Menschen auf psychologischer und gesundheitlicher Ebene und (b) mit der Wirtschaft, bei Projekten, wenn es als Schenkgeld sehr frei fließen kann, hilfreich und notwendig ist.

Weiterhin werden wir einen Art ‚Anlageausschuss‘ (falsches Wort, hier wird sich noch ein passenderes finden) bilden mit Vertretern verschiedenster Institutionen, die bei der Auswahl und Unterstützung der beschenkten Projekte aktiv mitwirken.

Und wir werden natürlich die Rahmenbedingungen schaffen, hier braucht es Austausch mit Juristen, Steuerberatern / Finanzamt, möglicherweise BaFin und/oder Bundesbank, Menschen die darin erfahren sind, Geld zu sammeln und weiterzugeben. Doch glücklicherweise gibt es hier viele Menschen, die ähnliche Visionen wie wir haben und vermutlich eine große Freude daran, eine solche Idee weiterzuentwickeln.

‚Euer Schenkvestment ist Millionen Wert.‘

sagte die Beschenkte unseres ersten Schenkvestments voller Freude auf unsere Mailbox. Die Freude und das Erkennen der Fülle ist es, worum es bei Schenkvestments wirklich geht – bei dem, der das Geld gibt und dem, der es erhält. 

MenschBank gibt es heute – am 11. August 2017 – seit einem Jahr offiziell. Was könnte es Schöneres geben, als ein solche Freude und Glück stiftendes ‚Produkt‘ wie das Schenkvestment an unserem 1. Geburtstag. Quasi unser erstes ‚Baby‘, das auf die Welt gekommen ist, welches nun wachsen darf …

Wir sind dankbar, von Herzen dankbar, all jenen Menschen, die uns im letzten Jahr begleitet, inspiriert, ermutigt, hinterfragt, manchmal getröstet und oft unterstützt haben. Ohne Euch wäre all das nicht möglich.

Am Geburtstag darf man sich ja etwas wünschen – unser Wunsch zum ersten Geburtstag ist recht einfach: wir wünschen uns Geld (und natürlich andere Ressourcen), um die Idee des Schenkvestments weiter zu leben und wachsen zu lassen. 

Auf unsere Schenkvestments schreiben wir:

Möge dieses Geld Freude bringen und Gutes durch Euch in der Welt bewirken. Möge es Menschen glücklicher und erfüllter sein lassen und allem Leben auf unserem ‚Blauen Wunder‘ dienen. 

Wer uns in diesem Sinne unterstützen will, darf das gerne mit dem Verwendungszweck ‚Schenkvestment‘ auf unser Konto:

MenschBank e.V. | IBAN DE25 5003 1000 1039 8730 08 | BIC TRODDEF1 | Triodos Bank
oder per Paypal an info@menschbank.de

Der MenschBank e.V. ist gemeinnützig. Spenden sind steuerlich absetzbar. Hierfür genügt bei Spenden bis 200 Euro der Kontoauszug, darüberhinaus erstellen wir gerne eine Spendenbescheinigung (Bitte hierzu eine Email mit Adresse / Betrag / Kontoinhaber an info@menschbank.de).

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