Von Mensch zu Mensch – gerade in Bankangelegenheiten.

‚Warum heißt Ihr eigentlich MenschBank?!‘ werden wir häufig gefragt….

Unsere Marke ‚MenschBank‘ – mit dem Untertitel ‚Initiative für Mensch und Werte‘ – hat verschiedene Aspekte, die den Namen begründen. Und je häufiger wir darüber nachdenken, umso länger wird wohl die Liste werden:

  1. Wir richten uns an MENSCHen, die mit BANKen zu tun haben: ob nun als Mitarbeiter oder Kunden. Ob als Anlageberater oder Vorstand, als Premium- oder P(fändungsschutz)-Konto-Kunde.
    Unser Anliegen ist es, dass diese Menschen sich (wieder) auf Augenhöhe, ehrlich, wertschätzend und respektvoll begegnen.  Dass sie erkennen: der Wert eines Menschen hat in keiner Weise mit seinem Einkommen oder Vermögen oder seiner Position zu tun.
  2. Manchmal, ehrlich gesagt immer öfter, schütteln wir unsere Köpfe über manch Geschäftsgebaren der Banken und sagen schon mal ‚MENSCH, BANK!!‘ …
    Wenn – nach deutscher Redensart – bei Geld nicht nur die Freundschaft, sondern auch der Spass aufhört, so eignen sich einige der Geschichten, die uns zugetragen werden, durchaus für die Bühne und für eine humorvolle Auseinandersetzung damit. Dies mag sogar ein Weg sein, diese so betroffen machenden Themen mit dem notwendigen Abstand, den nachhaltige Lösungsansätze bedürfen, zu betrachten – um wirkungsvolle Veränderungen in der Branche zu bewirken.
    Kabarett oder Satire sind Kunstformen, in der die Wahrheit gesagt werden darf (meistens jedenfalls), über die man in manch Fachmagazinen oder den Kongressen der Branche schweigt. Und auch, wenn wir scheinbar nur darüber lachen, glaube ich, dass der Funken Wahrheit darin erkannt wird und zu wirken beginnt – großartige Beispiele hier von Chin Meyer zum Thema ‚Finanzblasen‘ oder von Nicole Rupp alias Frau Dr. Geldsommer zu ‚cliquet Optionen‘.
  3. Wir sehen, dass die BANKen von heute nicht unbedingt MENSCHlich sind. ‚Banken im Umbruch‘ heißt die alljährliche Jahrestagung des Handelsblattes und weiter: ‚Die Bankentagung mit der höchsten CEO-Dichte‘. Im Programm 2016 ist kein einziger Programmpunkt, der sich mit dem Mensch oder menschlichen Werten in der Bank auseinandersetzt. Das Wort MENSCH ist in dem gesamten 10seitigen Prospekt der Tagung kein einziges Mal erwähnt….
    Die ‚Bank der Zukunft‘ muss eine MENSCHenfreundliche BANK sein. Sowohl für die Menschen, die dort arbeiten, als auch für die Menschen, die dort Kunden sind.
  4. Das Wort BANK im Sinne eines Kreditinstitutes kommt vom italienischen Banca = Tisch. Gemeint ist der Tisch des Geldwechslers, der den MENSCHen verschiedene (regional unterschiedliche) Währungen umtauschte. Aus diesen Geschäften entstanden die heutigen Kreditinstitute. Uns gefällt das Bild, sich an einem Tisch zu treffen. Idealerweise an einem runden Tisch, an dem genügend Platz ist für all die Menschen, die es braucht, um eine Geschäftsidee oder Vision Realität werden zu lassen oder einem Menschen in einer Notsituation zu helfen. Wenn jemand dazu kommt, dann rutscht man einfach zusammen – man sitzt immer ‚auf Augenhöhe‘ und gleichberechtigt.
    Einer der Beteiligten an diesem Tisch wird wohl auch Geld geben – doch Geld ist niemals die alleinige Lösung, wenn es um nachhaltige Auflösung von Problemen oder Herausforderungen geht.
  5. Das deutsche Wort BANK stammt von der Sitzgelegenheit ab. Und so bekommt zum Beispiel das häufig mit Unwohlsein besetzte Wort Bankgespräch, bei dem in den Rollen des Beraters und des Kunden ‚hart verhandelt‘ wird, eine menschliche Komponente, wenn wir uns auf der SitzBANK treffen und von MENSCH zu MENSCH sprechen.
    Gerade dann, wenn eher schwierigen Bankgespräche anstehen, möchten wir die Menschen unterstützen und in der Gesprächsführung stärken.
    Ebenso führen wir sehr gerne MENSCHliche Gespräche mit BANKverantwortlichen – und haben festgestellt, dass diese sehr viel einfacher zu führen sind in einer Umgebung, auf der Bänke zum Verweilen einladen, man Weitblick hat und die nötige räumliche Distanz zum daily business gegeben ist.
  6. MENSCHen, die auf der SchulBANK sitzen – dies lässt sich als Synonym sehen für unser Thema Bildung und Forschung. Die (Schul)Bank wird hier nicht zwangsläufig in Schulen stehen, sondern die Jugendlichen sind eingeladen, mit Menschen aus der Praxis zu forschen – in den Unternehmen, kulturellen Institutionen und natürlich in der Natur.
  7. MENSCHen in einer Art DatenBANK ist etwas, das wir selbst schon ganz intensiv leben – Wer kennt Wen, der helfen kann? –  ein Art WHOogle quasi. Menschen, die sich zeigen mit ihren Ressourcen, ihren Potenzialen, ihren Träumen und dem, was für sie der ‚Sinn des Lebens‘ oder der Fingerabdruck ist, den sie hier auf der Erde hinterlassen wollen. Menschen zu vernetzen in dem, was sie am Liebsten tun, lässt das Thema Geld (und die Banken, die man scheinbar braucht, um es zu erhalten) auf einmal weniger wichtig werden.
  8. MENSCHen, die ihr Geld BANKen anvertrauen, tun dies sehr häufig nach Kriterien, die von den Banken vorgegeben und beispielsweise in dem Beratungsprotokoll abgefragt werden – Risikobereitschaft/Sicherheit, Laufzeit, Währungen/Länder, Renditechancen. Bei der Auswahl der ‚Ziele‘ geht es meistens um Altersvorsorge, Bausparen, Ausbildungsfinanzierung für die Kids. Die Finanzprodukte geben vor, gegen die Schwankungen der Märkte abgesichert zu sein, häufig fehlt ihnen dazu die notwendige Flexibilität, wenn es um die ‚Schwankungen des Lebens‘ geht. Auch fließt das Thema der eigenen Werte, die einen im Leben leiten, selten in die Entscheidungskriterien bei der Finanzanlage ein. Finanzplanung 2.0 bezeichnen wir ganzheitliche Beratung, die den eigenen Lebenszielen und den Werten, die im Leben Wegweiser sind, Rechnung trägt.
  9. MENSCHliche SamenBANK – jaja, ich weiß. Samenbank… schon klar. Nein, wir vermitteln keine männlichen Samen-Spender. – Doch vielleicht männliche Geldgeber für weibliche Intuition und Kreativität. – Dabei spielt es keine Rolle, wer Mann und wer Frau ist. Vielmehr geht es darum, dass männliche und weibliche Aspekte im Wirtschaften wieder gut zusammenfließen dürfen.
    Was wir leben und v.a. lieben, sind geistige Samen: Inspirationsfunken. Kreativität, Innovation. Wir wissen um die Qualitäten der Geduld, die es brauchen kann, bis Samen keimen und aufgehen. Wir wissen darum, was fruchtbarer Boden für gute Ideen bedeutet und was Samen oder kleine, zarte Pflanzen an Schutz brauchen, um zu wachsen und stark im Leben zu sein. … All dies sind sehr weibliche Aspekte, die es so dringend gerade in Bezug auf Geld und Finanzen – und vor allem in der so männlichen, leistungsorientierten Finanzbranche braucht.

 

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