Think big – mit guter Basis…

‚Was will ein kleiner Verein hier schon bewirken?!‘ startete ich einen Blogbeitrag vor einigen Monaten. Die Frage wurde mir von einem Bankfilialleiter einer überregionalen Genossenschaftsbank gestellt. Damals konnte ich mit meinen Worten und dem oben verlinkten Blogartikel nur versuchen, ihn und jeden, der dies liest, erkennen zu lassen, dass jeder Mensch, egal, wie groß oder klein, reich oder nicht-reich er ist, einen Unterschied machen kann. 

Doch zu diesem Zeitpunkt hatten wir tatsächlich nur eine Vision, von manch einem aus der Branche als ‚unrealistische Träume‘ abgetan. Wir konnten noch keine Ergebnisse, messbar in Euro, vorweisen. Und genau diese Zahlen-Daten-Fakten werden so gerne gesehen und geprüft und gewertet, um einer Idee Glauben zu schenken – und möglicherweise die Unterstützung, die gute Projekte, die unserer Gesellschaft dienen, verdient haben.

Welch ein Glück, dass es Menschen gibt, die hier anders sind. Die Innovationen erkennen und helfen, diesen Innovationen ein stabiles wirtschaftliches Fundament zu geben. 

Ein solcher Mensch ist Sabine Wiesmann, Geschäftsführerin von Findig – Die Projektdienstleister.

Das erste Mal kennengelernt haben wir uns bei einem Unternehmerinnenfrühstück von Katrin Ziebart . Bei der obligatorischen Vorstellungsrunde am Ende des Frühstücks, das immer auch mit einem Vortrag kombiniert ist, stellte ich mich vor mit MenschBank und unserem Jugendfinanzbildungsprojekt. Kurz danach war Sabine dran, stellte sich und ihr Unternehmen vor und sagte zu mir gerichtet sinngemäß

‚Ich beobachte Euch schon eine Weile, uns geht es im Unternehmen aktuell so gut, dass wir einen Teil unserer Arbeit ehrenamtlich in gemeinnützige Projekte geben – ich möchte Euch gerne unterstützen…‘

Nun, wir bei MenschBank hören zunächst auf unser Bauchgefühl, bevor wir auf solche – aktuell sehr häufig gemachten – Angebote eingehen und wittern recht schnell, wenn hier nur ein ‚Vertriebsgedanke‘ dahintersteckt. Das Bauchgefühl war super. Klar und ehrlich. Danach gab es ein Treffen im Wald – 2 Stunden durch die Dresdner Heide gelaufen und uns menschlich kennengelernt. Nur am Rande über unser Projekt gesprochen. Sabine und ich haben viele Parallelen in unseren Biografien festgestellt und dieser Spaziergang war eines der wertvollsten Dinge, die ich im vergangenen Jahr gemacht habe.
Ein weiteres Treffen an einem Sonntag bei ihr zu Hause – als wir hoch gingen in den Arbeitsraum, lag auf dem Treppenabsatz ‚Das Café am Rande der Welt‘ von John P. Strelecky, der zu unserem Jugendwirtschaftskongress kommt … es gibt für mich keine Zufälle, und so war dies eine weitere Bestätigung, dass es passt. Bei diesem Treffen erzählte ich über unsere Projekte konkreter. Sabine hatte sich schon vorinformiert über Fördermöglichkeiten und schnell war klar, mit unserem Projekt ‚Finanzbildung für Schüler‘ haben wir keine ‚unrealistischen Träume‘, wie uns gerne von Bankern gesagt wurde, sondern treffen absolut zielsicher europäische Megatrends.

Gleichzeitig ist Sabine jemand, der Visionen dann konkret macht. Einen Blick darauf hat, was es jetzt braucht: Räume, Mitarbeiter, Geld für Reisekosten. Unser ‚In Freude teilen‘ und Wünsche äußern ist gut und schön – und wir sind unglaublich dankbar für all jene Unterstützung, die wir vom Leben erhalten; doch klar ist auch, bestimmte Dinge kosten Geld. Oder eben Zeit. Und wenn wir das Geld haben, können wir zügiger in die Umsetzung und Realisierung unserer Ideen gehen. 

Irgendwann eine Email von Sabine, verbunden mit regelmäßigem Austausch im Chat – unsere Idee ist wirklich förderfähig. Ganz konkret. Ganz realistisch. <Auf- und Durchatmen> erstmal….

Ein weiteres Treffen gemeinsam mit Martin; ‚Noch nie habe ich jemanden erlebt, der so häufig in Bezug auf seine Arbeit das Wort LIEBE verwendet – und man spürt, dass sie es wirklich so meint‘ sagte Martin sinngemäß nach unserem ersten Treffen. Ja, das stimmt: man spürt, dass Sabine liebt, was sie tut. Und es ist ein solches Geschenk, an dieser Stelle mit ihr wirken zu dürfen.

Inzwischen weiß ich, dass sie als Unternehmen – direkt oder indirekt – 10 Prozent Ihres Wirkens in gemeinnützige Projekte fließen lassen – so erhalten wir diese, sonst kostenpflichtige Dienstleistung gerade gratis. Es ist ein solch unsagbar großes Geschenk. Denn mit Sabines Unterstützung wird ein Kapitel in der Geschichte von MenschBank geschlossen:

Das Kapitel des Klingelputzens. Klingelputzen nennt man das immer wieder Klingelknöpfe drücken (die deshalb sauber werden), um um Unterstützung zu bitten, ‚NEIN’s erhalten und zur nächsten Klingel gehen.

Wenn Ihr wüsstet, mit wie vielen Menschen ich gesprochen habe, wie viele Banken ich um Unterstützung für dieses Projekt gebeten habe …. wie oft ich in den letzten Monaten wirtschaftlich jongliert habe, um für MenschBank wirken zu können. Reisekosten und Porto ODER ein voller Kühlschrank und Ausflug mit den Kids?!

Wie oft ich innerlich drohte zu kippen, meine Geduld zu strapaziert schien und ich manchmal schier keine Kraft mehr hatte, den Zweiflern, so wie dem Banker, mit dessen Frage ich oben startete, zu begegnen.

Wie oft ich nach außen stark war – und dann doch die Tränen flossen, weil ich gefühlt keine Kraft mehr hatte, weiter stark zu sein. Die Tränen flossen nicht heimlich – Sabine hat die Tränen gesehen. Martin nicht nur einmal. Meine Kinder. Nahezu jedes unserer Gründungsmitglieder des Vereins. Eigentlich jeder, der mir als Mensch begegnet und nicht nur in seiner Funktion, sieht meine Tränen. Und meine leuchtenden Augen. Manchmal gleichzeitig.

An etwas zu glauben, eine Vision zu haben und kompromisslos dafür zu gehen, ist das Eine. Das ist unglaublich stark und gibt Dir Kraft und dieses Leuchten von innen. Dies in einer Welt zu tun, die nicht Deiner Vision entspricht, ist etwas ganz anderes. Häufig ein Balanceakt – oder eine Zerreißprobe.

Wenn Ihr wüsstet, wie dankbar und erleichtert ich bin, dass die Phase des Bittens sich jetzt verändert. Wir werden weiterhin bitten. So ist unsere DNA – und es ist unglaublich bereichernd, konkret zu bitten und in Verbindung zu gehen und zu teilen – hierzu wollen wir ermutigen.

Und ich bin so dankbar und froh, diese Zeit so intensiv erlebt zu haben. Gerade als Frau und (allein erziehende) Mutter. Eine Lektion, die wertvoll ist. Gespräche, die ich v.a. mit meinen Kindern geführt habe, die ich weitergeben kann – an Eltern und Kinder. Es braucht keine ‚besonderen Umstände‘, um mit einer Idee, deren Zeit gekommen ist, zu beginnen.

JETZT ist der Augenblick, dass Du loslegen kannst. Mit dem, was Du aktuell schon verfügbar hast. So einfach ist das.

Gestern nun haben wir den ersten Förderantrag finalisiert. Sabine hat mit Freude Excel-Listen gefüllt. Martin sich in Prosa bei der Beschreibung unseres Projektes verwirklicht. Ich hab eigentlich nichts gemacht – außer Wünsche geäußert. Wünsche und Visionen für unseren Jugendwirtschaftskongress.

Wir alle – Sabine, Martin und ich – sind zwischen den verschiedenen Perspektiven und Ebenen gesprungen. Groß gedacht, praxistauglich umgesetzt. Visionär formuliert, in Unterschritte herunter gebrochen. Auch haben wir die verschiedenen Regionen im Blick – Dresden, Sachsen, Deutschland, D-A-CH, Europa, die Welt. Es war, als seien wir multidimensional unterwegs gewesen. Klingt vielleicht total komisch, doch war so.

Ein unglaublicher Flow im Arbeiten. Wahnsinn. Ein Geschenk, echt jetzt, Menschen wie Sabine an der Seite zu haben. Sie versteht uns total – als seien wir Puzzleteile, die ineinander passen.

Auf die Frage an Sabine, was genau FINDIG eigentlich macht, sagte sie: ‚wir machen Projekte ressourceneffizient förderfähig‘. Dabei hat sie ganz besondere Gabe, dass sie das Projekt in seiner Ganzheit erkennt / begreift und die Verbindung zu Fördertöpfen auf den verschiedenen Ebenen herstellt, die perfekt genau zu diesem Thema passt. Sie kann abstrahieren und ins Detail gehen – gleichzeitig. So kommt es mir vor. Ich hatte schon erwähnt, dass sie 10 Prozent des Unternehmenserfolges direkt oder indirekt in gemeinwohlorientierte Projekte fließen lassen.

Wir bei MenschBank nehmen diese 10 Prozent gerade so von Herzen dankbar an – freuen uns darüber und widmen es durch unser Tun der ganzen Welt.

Dieser letzte Satz kommt sinngemäß aus dem Workshop am letzten Wochenende bei Geshe Michael Roach. Und nun – ganz spannend und ungeplant – schließt sich der Kreis: denn die erste Begegnung mit Sabine hatte ich beim Unternehmerinnenfrühstück bei Katrin, als sie als Vortragsthema ‚Spirituelle Erfolgsgesetze‘ hatte und sie hier die Prinzipien nach Geshe Michael Roach erklärte.

Und nicht nur diesen Kreis will ich schließen – auch den Kreis, den ich geöffnet habe mit der Eingangsfrage ‚Was will ein so kleiner Verein schon bewirkten?!‘ – Ein so kleiner Verein hat das Potenzial, die Welt zu verändern. Nicht allein – sondern in Gemeinschaft mit Menschen, die die gleiche Vision und die gleichen Werte leben.

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