Querakteure

Mehr denn je wird der Ruf laut, dass gleich-gesinnte Akteure für ein gesellschaftsverantwortliches Wirtschaften und eine friedfertige Gesellschaft sich vernetzen.

Wir brauchen nicht noch mehr Netzwerke, die jeder um Aufmerksamkeit und Mitglieder kämpfen, sondern eine Art ’sharing membership‘, ein vereinfachtes Prozedere, um finanzielle Förderung für die gesellschaftlich so wichtige aktuell häufig ehrenamtliche Arbeit zu erhalten und größtmögliche Freiheit, in Werte-Allianzen gemeinsam zu tun.

Wir haben deshalb den Begriff QUERAKTEURE gewählt, um deutlich zu machen, dass es eine lebendige, quer- oder horizontale Vernetzung der nachhaltigen Wirtschaftsnetzwerke und Nachhaltigkeits-Verbände/Akteure braucht. Ähnlich wie die Vernetzung im Wald, die nicht sichtbar, doch sehr wirkungsvoll ist.

Wie dies gehen kann, wissen wir noch nicht, doch wie sagte Shakespeare:

Wenn die Seele bereit ist, sind die Dinge es auch.

Wir übersetzen es mal auf unser Thema: wenn die Netzwerke und die Menschen, die in diesen Netzwerken aktiv sind, bereit sind, werden wir Lösungen finden. Wir sind bereit – und freuen uns auf Gleichgesinnte, mit denen wir hier Ideen entwickeln und umsetzen können.

Es gibt unzählige wirklich gute Netzwerke, wie zum Beispiel Unternehmensgrün oder die Eco Innovation Alliance und viele andere mehr. MenschBank e.V. selbst ist Mitglied in zwei Organisationen: SEND e.V. und Gemeinwohl-Ökonomie e.V..

Beim Social Entrepreneur Netzwerk Deutschland e.V. sind wir Mitglied geworden, um speziell auf politischer Ebene mit-wirken zu können, dass gesellschaftsverantwortliches Unternehmertum, konkret Innovationen im sozialen und ökologischen Bereich,  eine größere Wertschätzung und passende Wirtschaftsförderung erhalten. In diesem Netzwerk fühlen wir uns pudelwohl, zumal hier primär innovative Sozial-UnternehmerInnen und echte MacherInnen sind und wir damit mitten unter Gleichgesinnten agieren können.

Auch in der Gemeinwohl-Ökonomie sind wir Mitglied – und fühlen uns vor allem den Pionierunternehmen wie der SpardaBank München eG, VAUDE oder Sonnentor sehr verbunden und von ihnen sehr inspiriert.

Das Tool der Gemeinwohl-Bilanz ist großartig, um gesellschaftsverantwortliches Wirtschaften sichtbar und messbar zu machen. Wir finden es sehr gut, dass es aktuell Bestrebungen gibt, die Globalen Nachhaltigkeitsziele (SDGs) in der GWÖ-Bilanz abzubilden bzw. sichtbar zu machen.

Entwicklungspotenzial der Gemeinwohl-Ökonomie sehen wir vor allem in der Fähigkeit, Brücken raus aus der öko-sozialen Nische zu bauen, einen breitgefächerten gesellschaftlichen Diskurs anzustoßen und das Handeln in der Organisation nachhaltig wirtschaftlich zu unterlegen.

Ein weiteres visionäres, unbürokratisches und sehr lebendiges Netzwerk ist ‚Lebendige Wirtschaft‚, dem wir uns sehr verbunden fühlen. Die Freiheit, Weite und Kreativität ist hier sehr besonders (möglicherweise, da ohne bürokratische Organisation) – ebenso die Initiatoren Dunja und Maik Burghardt mit ihrem Buch/Film/Hörbuch-Projekt ‚Lebendige Wirtschaft‘.

Gerade mit Dunja Burghardt schätzen wir den Austausch zu visionären Ideen im Gestalten von Netzwerken und der finanziellen Wertschätzung für jene, die diese Räume frei von eigenen wirtschaftlichen Interessen schaffen, ungemein.

Dunja ist übrigens mit genau diesem Herzensprojekt ‚Lebendiges Wirtschafts-Netzwerk aller Generationen‘ eine unserer Fearless Girls – Stipendiatinnen.