MenschBank auf der Bühne Europas

„Dear Martin, With this email, I am very glad to announce that you have been selected to join the FutureLab Europe Programme and become part of its 2017 generation. Congratulations for your convincing application and the successful interview!”

Ein bisschen klingt das schon noch etwas unwirklich, zumal ich die Bewerbung schon fast vergessen hatte. Als ich mich vor 2,5 Monaten für das FutureLab Europe Programme 2017 beworben habe, waren wir bei MenschBank mit so vielen verschiedenen Projekten beschäftigt, dass ich die Bewerbung in der Nacht vor der Abgabefrist zusammengetragen und geschrieben habe. Es musste einfach sein, ich fand die Idee, junge Menschen unter 30 Jahren aus allen Teilen Europas über ein Jahr verteilt immer wieder aufeinandertreffen und dabei Ideen und Konzepte für die Zukunft Europas entwickeln zu lassen, wunderbar. Junge Erwachsene erhalten eine Plattform der Innovation, auf der sie gehört, ernstgenommen und wertgeschätzt werden. Ich weiß persönlich, wie herausfordernd es manchmal im wissenschaftlichen (Jurist) und unternehmerischen Kontext (Jungunternehmer) vor hochrangigen Vertretern als junger Mensch sein kann, gleich ernstgenommen zu werden.

Als ich dann vor einem Monat zu einem Telefoninterview gebeten wurde, das ich aufgrund einer Reise kurzfristig wahrnehmen durfte, sollte ich auf English erklären, was ich denn als Vertreter von MenschBank für die Zukunft der Menschen in Europa beitragen könne, welchen Plan ich habe und worin man mich unterstützen kann, um herauszufinden, ob ich geeignet sei, unter den 20 jungen Ideengebern für das Jahr 2017 gewählt zu werden. Natürlich hatte ich mich, so gut es ging, vorbereitet, allerdings wurde mir mit diesen 3 konkreten Fragen erst einmal bewusst, welche Tragweite unser Engagement haben würde.

Ich habe ja als Jurist gelernt, Sprachlosigkeit zu überspielen und das war auch notwendig, da man nicht jeden Tag als junger Erwachsener gefragt wird, wie man Europa helfen und weiterentwickeln kann. Dennoch war ich einfach sprachlos und das scheinbar lang genug, um die Frage, ob ich denn noch dran sei, zu provozieren. Ich weiß auch bis heute nicht, warum ich daraufhin ruhig und klar meine Vision von Europa und die Unterstützung dieser durch unser Projekt Lösungsmanagement formulieren konnte. Ich kann mich nur daran erinnern, was ich gesagt habe. Ich habe darüber gesprochen, dass wir ein Tool entwickeln, das ursprünglich für die Bankenwelt designt war, mit dem wir Konflikte zwischen und innerhalb von Institutionen und Menschen auf einer wertschätzenden Ebene lösen können. Ein Tool, welches uns erlaubt, aus dem Konflikt eine Lösung zu entwickeln, die eine neue Grundlage schafft, zukünftige Konflikte zu vermeiden oder deren Lösungen zu vereinfachen, weil wir uns über unsere eigenen Werte, wie auch der des Konfliktbeteiligten im Klaren sind und wissen, wo wir uns einen und wo wir uns unterscheiden. Dieses Tool kann ein Bewusstsein erzeugen, in dem jedem Konflikt eine Lösung folgt, in dem Unterschiede auch in Wertevorstellungen Chancen für nie dagewesene Lösungen bergen und indem niemand siegt oder besiegt wird, sondern alle gewinnen.

Dem folgte wieder Sprachlosigkeit, diesmal auf der anderen Seite. Ich glaube, wir waren uns mittlerweile sehr sympathisch, konnten allerdings beide nicht fassen, was da gerade passierte. Jetzt kam der Teil, auf den sich jeder in einem Bewerbungsinterview freut, die typischen Assessmentcenterfragen. An viele Antworten kann ich mich nicht mehr erinnern. Nur eines ist mir noch sehr klar im Kopf verblieben:

„Das wichtige an Lösungsmanagement ist nicht, dass wir eine Lösung haben. Die haben wir nämlich nicht. Das wichtige an Lösungsmanagement ist, dass wir das tun, was wir können, mit dem, was wir haben und genau da, wo wir sind. Und egal, ob ich unter den 20 Delegierten sein werde. Ihr Format ist so unglaublich wichtig, wir werden sie in jedem Fall unterstützen, mit dem, was wir können, mit dem, was wir haben, da wo wir sind.“

Wie geht es jetzt weiter? Nun jetzt wird beginnend am 10.01.2017 MenschBank u.a. Deutschland in einem europäischen Forum vertreten, zur Entwicklung der Zukunft Europas beitragen und andere junge Menschen dabei unterstützen, ihre Ideen/Konzepte weiterzuentwickeln und wahr werden zu lassen. Denn das erste Mal in der Geschichte dieses Formats, ist das Ziel nicht nur einen Beitrag zur öffentlichen Diskussion in Europa zu leisten. Im Jahr 2017 wird man erstmalig den jungen Erwachsenen Partner und Ressourcen zur Verfügung stellen, damit deren Ideen und Konzepte auch praktisch umgesetzt werden können. Nicht nur diskutieren, sondern machen. Ist das nicht wunderbar?

Wir sind unglaublich dankbar für diese Chance und freuen uns 2017 ein Teil des FutureLab Europe Programme 2017 zu sein.

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