Finanzbildung für Schüler

Wir dachten, es sei viel einfacher, das Thema PRAXISNAHE FINANZBILDUNG IN SCHULEN zu bringen – und sahen eher das Problem bei den Schulen, dass die einfach nur den Lehrplan klug nutzen müssten. Doch tatsächlich gibt es kaum sinnvolle Programme, die WERTEBILDUNG & FINANZKOMPETENZ vereinen und die wir empfehlen wollten/konnten.

Einige Schulen sind wirklich offen, zum Beispiel in fächerverbindenden Unterricht die Inhalte zu vermitteln. Einige Unterlagen, die uns Banker gezeigt haben, ließen uns jedoch zurück schrecken, diese als Praxispartner weiterzuempfehlen. Auch bei freien/neutralen Anbietern haben uns die Inhalte nicht nachhaltig überzeugt. Es geht rein um die Finanzrendite – und nicht um die Dinge, die die Jugendlichen von heute (Stichwort ‚Generation Y‘ & ‚Fridays for Future‘) wirklich interessieren und die helfen, die gesellschaftlichen Probleme zu lösen.

Unserem Anspruch von wertebewusster und verantwortungsvoller Finanzbildung haben nur zwei Anbieter, die wir kennenlernten, genügt:

Urgewald (Oberstufe) und WERTvoll macht Schule (Grundschule).

Beide Anbieter empfehlen wir von Herzen und laden ein, an die Projekte direkt zu spenden. Hier ist jeder Euro gut investiert.

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Wir selbst sehen unser Wirken inzwischen vielmehr im Dialog und Gestalten mit den Generationen rund um das Thema gesellschaftsverantwortliches Wirtschaften und darauf aufbauend einer nachhaltigen Finanzwirtschaft.

Es darf wirklich ‚an der Basis‘ begonnen werden, Geld auf eine Art und Weise zu denken, die allen Menschen dient und den Planeten erhält. Die Finanzlösungen von heute sind es nicht. Doch ich habe eine ganze Weile im Produktmanagement gearbeitet – wenn das WARUM klar ist, findet man kreative Lösungen für das WAS und WIE.

Mein Sohn Max, durch den das Thema Finanzbildung für Schüler erst aktuell wurde, steht heute mit mir auf Bühnen und zeigt sich ehrlich schockiert, wie vielen Erwachsenen es egal ist, dass sie mir ihrem wirtschaftlichen Handeln unseren Planeten zerstören.

Im Reporting zum zweiten Sustainable Finance Gipfel wird Max wie folgt zitiert:

„Als Jugendlicher kann ich überhaupt nicht verstehen, dass Banken etwas anderes machen, als eine nachhaltige Bank zu sein. Sie erzählen uns was von Zukunft und davon, dass wir für die Zukunft sparen sollen, doch zerstören dabei die Welt, in der wir jungen Menschen leben werden. […] Es ist unsere Zukunft, mit denen die Banken und Politiker ‚Monopoly spielen‘ – wo sind die Kinder und Jugendlichen bei den Nachhaltigkeitskonferenzen?!“