Dresden unternimmt Gutes.

Wenn mich (Martin) jemand fragt, was zeichnet Dresden als Stadt aus, dann…

…wobei, wenn ich es mir recht bedenke, werde ich eher gefragt: Was ist denn da bei euch in Dresden los?

Seit dem 03.02.2017 um ca. 19.20 Uhr habe ich eine neue Antwort:

Da gibt es ein Format in Dresden ‚lassesunsfürdresdentun‘ initiiert von jungen Unternehmern für junge Unternehmer, in welchem Ideen im Sinne der Ökonomie für das Gemeinwohl in Unternehmen gegossen oder solche weiterentwickelt werden, um die Stadt Dresden zu einem noch schöneren Ort zu machen.

Da wir als Jungunternehmer natürlich mit den Erfahrungen ‚erwachsener Unternehmer‘ noch weiterkommen, unterstützen von den Projekten begeisterte und fachlich versierte Mentoren. Abgerundet wird das ganze natürlich durch ein dem Sinn dieses Formates adäquate Location, dem Dresdner HygieneMuseum, lecker Essen und wertebewusste Getränke. Nicht zu vergessen begleitet uns das lassesunstun Team mit viel Charme, Witz und klarer Ausrichtung, auch wirklich ins Tun zu kommen, durch den Abend.

An diesem Abend wird so viel gelächelt, dass ich mich schon wieder wie im Silicon Valley, in San Francisco, fühlte. Doch es war nicht nur das Lächeln, was mich so sehr faszinierte, wobei zu lächeln, wenn man mit scharfer Kritik zum Nachdenken anregen mag, um den Unternehmern eine neue Perspektive zu eröffnen, immer noch lächelt, ist schon eine hohe Kunst. Jeder einzelne Unternehmer war eingeladen und bereit, andere zu unterstützen, mit Ideen, Impulsen und seiner Expertise, die einzelnen Projekte weiter zu führen. Jeder gab das, was er geben konnte und wir alle hatten einen riesigen Spaß dabei, das zu tun, was wir am besten können, jeder auf seiner Weise.

Kein Wunder, dass wir uns gleich wieder so wohl gefühlt haben.

Natürlich waren wir auch da, um über unseren Jugendwirtschaftskongress vom 11.-13.10.2017 zu sprechen und uns mit anderen Unternehmern auszutauschen und so neue Perspektiven zu erhalten, um den Kongress noch ein Stück weiter entwickeln zu können. Am spannendsten für mich ist und war auch an diesem Abend wieder zu sehen, dass unser Sprechen und Tun in der Finanzbildung für Schüler vornehmlich eine erste Reaktion bei jungen Menschen auslöst:

„Jetzt bin ich unmittelbar vor meinem Masterstudium in Soziologie und BWL und habe immer noch keine Ahnung von den ganzen Geld- und Finanzsachen.“ – um einmal beispielhaft eine Studentin zu zitieren, die dann den Satz folgen ließ: „Wie kann ich euch denn unterstützen, dass sich das für die jungen Menschen ändert?! Denn das ist so wichtig!!“

Ich habe bisher das Wort ‚Unternehmer‘ gebraucht und noch nicht einmal definiert, was ich damit meine. Ein Unternehmer ist für mich jemand, der eine Herausforderung erkennt, über eine Lösung nachdenkt, plant, die Ressourcen zur Lösung sammelt und diese dann mit anderen gemeinsam Wirklichkeit werden lässt. Ich glaube, nur mit diesem Rahmen, konnte man all die kreativen Projekte dieses Abends einfangen. Es geht um den Geist, viel mehr als um die Organisation. Denn wenn irgendetwas wirklich so gut und wichtig für die Gesellschaft ist, dann passiert der Rest des Unternehmerdaseins nahezu automatisch.

Wenn sich eine junge Studentin gern unternehmerisch betätigen möchte, werden wir sie sehr gern dabei unterstützen. Denn dafür sind wir ja gekommen: Menschen ausfindig zu machen, deren Vision eine Verbindung zu unserer eigenen Vision erkennen lässt und sie dann in dem, was sie fasziniert und worin sie gut sind, zu unterstützen. Und mein Gefühl sagt mir, dass Soziologie und Wirtschaft so unglaublich viel mit dem zu tun hat, was uns antreibt.

Manchmal sind diese Verbindungen der Visionen nicht sofort sichtbar. Doch letztlich entgeht meiner Geschäftspartnerin Silke nichts. Dafür bin ich ihr so unendlich dankbar.

So unterstützen wir auch (mit Silke’s Worten):

  1. Black Doula: Eine Doula ist eine geburtserfahrene Frau, die andere Frauen durch die Zeit der Schwangerschaft, Geburt und danach begleitet. Tatjana jedoch möchte Begleitung für die Frauen und auch Männer anbieten, die ihr Kind, sei es selbst gewählt oder nicht, durch einen Schwangerschaftsabbruch verlieren oder bereits verloren haben. Dies ist einfach ein Herzensthema von Silke und auch einer unsere weiteren Gründungsmitglieder(innen?!), wobei wir vorher ansetzen: was brauchen Frauen, die diesen Weg selbst wählen wollen, um eine Entscheidung losgelöst vom Gedanken an Geld zu treffen. Denn Angst um den Verlust der Wirtschaftlichkeit / Angst vor Armut, darf kein Entscheidungskriterium sein für das Leben eines Menschen – zumindest nicht in einer Welt, in der wir leben wollen. Hier wollen wir unterstützen.
  1. Stadtluft Dresden: Einmal ist sie bereits erschienen – die Mischung aus Magazin und Buch, ein Bookzin zum Durchatmen – über Dresden. Nun starten die drei Herausgeber Amac, Thomas und Peter in die zweite Runde. Wir lieben Magazine und wir mögen keine, die als solche getarnt sind, jedoch nur Verkaufsprospekte derer sind, die sich im Magazin mit Anzeigen einkaufen. Als ersten Impuls dachten wir, wir hätten eine Story für sie. Doch ich glaub, damit haben wir Zeit. Auf dem Nachhauseweg und beim Durchblättern sind mir ganz andere Personen eingefallen, über die man eine Geschichte schreiben, und die wirklich im Sinne unserer Stadt würdig wären, über sie zu berichten.

 

 

Danke den Machern von LassesunsFÜRDRESDENtun (Saskia Rudolph, Tom Wonneberger, Stephan Busch, Chris Ludwig und Roman Schwarz) für ihre Kreativität und Freude im Tun. Danke, dass wir Teil davon sein durften – und, hey, wir freuen uns auf Austausch und v.a. gemeinsames Wirken bei unserem Jugendwirtschaftskongress im Herbst in Dresden.

Was in Dresden los ist? Richtig viel und richtig Gutes!

Ach JA, wir haben uns nen ganz coolen Mentor für unser Thema ‚geschnappt‘ – Daniel Senf, ehem. Bundesvorstand (2015) der WJ Deutschland (so holt man sich Unterstützer ins Boot, auch wenn sie selbst für die WJ inzwischen ‚zu alt‘ sind) 😉

Wir freuen uns bereits auf die Fortsetzung am 23.03.2017 lassesunsfürdresdentun.

One thought on “Dresden unternimmt Gutes.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

57 − 53 =