Aus einer Vision wird Realität

15. November 2016. Ein Dienstag. Ein Tag wie jeder andere für viele Menschen. Ein ganz besonderer Tag, ein Meilenstein, für MenschBank – und ein noch viel ‚besondererer‘ Tag für mich:

Wir hatten eingeladen zur ‚Arbeitsgruppe Bank‘. Hatten 20 Banken aus Dresden angeschrieben, davon haben 6 zugesagt und sind auch tatsächlich alle heute gekommen.

Es ist wirklich eine besondere Erfahrung, so ohne ‚wichtige Visitenkarte‘ eines Unternehmens, das man kennt, zu einem so visionären Thema wie ‚Finanzbildung für Schüler‘ einzuladen. Auch haben wir keine ‚Beziehungen‘ spielen lassen (naja, bis auf eine Bank, deren Kommen mir besonders am Herzen lag, weil ich hoffe, das Thema ‚Potenzialentfaltung für Schüler‘ über diese Bank umsetzen/sponsern lassen zu können).

Insofern sind 6 Zusagen wirklich ein großer Erfolg, vor allem, wenn man bedenkt, dass zahlreiche Branchenkenner uns im Vorfeld sagten, es würde nicht gelingen, verschiedene Banken in diesem Projekt zu vereinen. Wir sollen uns EINE Bank suchen und mit dieser beginnen, sonst würde unser Vorhaben nie gelingen….

Wir haben es uns nicht ausreden lassen – denn bei der Vision von MenschBank sind wir sehr klar: alle Menschen dürfen mitwirken, egal aus welcher Bank sie kommen: gemeinsam. Und niemand wird ausgeschlossen, weil er aus einer Bank kommt, die anderen nicht gefällt, wenn sich der Mensch in einem wertschätzenden und respektvollen Miteinander einbringt.

Und so kamen heute diese 6 Banker zusammen: Verschiedene Menschen unterschiedlicher Positionen aus ganz verschiedenen Banken, die im Alltag Wettbewerber sind – oder Konkurrenten, wenn wir es weniger charmant formulieren.

All diese Menschen an einen Tisch zu bringen und gemeinsam über eine Sache zu sprechen, nämlich Finanzbildung für Schüler, hier zu versuchen, einen gemeinsamen Nenner zu finden und sich auf eine gemeinsame Vision zu verständigen. … und das Ganze – jetzt kommt’s – OHNE an eigene (also unternehmerische) Vorteile zu denken, sondern im wahrsten Sinne des Wortes gemeinwohl-orientiert zu handeln …. IST DEFINITIV SEHR VISIONÄR.

Doch seit heute ist es keine Vision mehr – seit heute ist es Realität.

Heute saßen da diese so ganz verschiedenen Menschen mit ihren so ganz individuellen Beweggründen. Manche freiwillig und neugierig, andere, weil sie von den Vorgesetzten geschickt wurden. Manche im ‚Ehrenamt‘, also in (unbezahlter) Freizeit, andere im Rahmen ihrer Arbeitszeit. Jeder von ihnen wird auf dieses Projekt mit ’seiner Brille‘ schauen, die ein Mix aus Funktion (in der Bank) und eigener Persönlichkeit als Mensch ist.

Jeder dieser Menschen wird seine eigene Wertung dieses Treffens haben – für sich selbst als Mensch und für das Unternehmen, für das er oder sie stellvertretend da war.

War es ein Erfolg?!

Diese Frage kann sich jeder der Beteiligten nur für sich selbst beantworten. Inwieweit die Erwartungen der einzelnen Teilnehmer erfüllt worden sind? Hier ist definitiv noch Luft nach oben. Doch meine Erwartung, dass wir in einem offenen und vertrauensvollen Miteinander sprechen – die wurde Realität. Und allein das ist sooo wertvoll und bietet die so wichtige Basis, um weiterzumachen.

Insofern war es ein Erfolg –  JAAA!! – Definitiv war er das. Etwas, das es so noch nie gab, war gestern auf einmal Realität. Ein Riesen-Schritt. Nun darf das Pflänzchen wachsen…

All dies wäre nicht möglich gewesen ohne einen Banker, der mutig genug war, uns seine Räume für dieses erste Arbeitstreffen zur Verfügung zu stellen. Wir konnten einladen als MenschBank in die Räume einer bekannten Dresdner Bankfiliale. Dies ist soviel wert wie ein Empfehlungsschreiben – das ist uns sehr bewusst und hat uns mit Sicherheit einen Vertrauensvorschuss gegeben und definitiv Türen geöffnet.

15128557_10205492893601269_1702614010_nDanke an dieser Stelle herzlich Herrn Böttger von der Deutschen Bank Dresden – für die Räume und die leckere Stärkung am heutigen Nachmittag. Für mich ist Herr Böttger in unseren bislang wenigen Begegnungen, beginnend bei einem kurzen Visitenkartentausch, nachdem ich seinen Zuschauerbeitrag während einer Podiumsdiskussion im Lingnerschloss sehr wertvoll fand, bei zwei Kaffee-Gesprächen und der Teilnahme unseres ersten ‚Dialograums‘ (als einziger Bankvertreter, der dieser ersten Einladung folgte) zu meinem ehrlichsten und schärfsten Kritiker geworden, in einer Art, die zwar sehr direkt ist und mich manchmal schlucken (oder sogar im Geheimen bockig werden) lässt, doch die immer respektvoll ist und die ich inzwischen wirklich sehr schätze und total gut nehmen und viel Wertvolles für mich herausziehen und umsetzen kann.

Mit genau solchen Menschen aus der Branche wünsche ich mir zusammenzuarbeiten in dem Projekt MenschBank. Ehrlich, klar, direkt – und immer wieder den Blick auf die Alltagssituation in der Bank. Alles, was solche ‚Praxis-Menschen‘ nicht verstehen, dürfen wir noch einmal überdenken, übersetzen, neu formulieren ….

Und natürlich musste am heutigen Abend ein Foto gemacht werden – auch, um mit diesem Foto einen Gruß an Herrn Dr. Karl-Gerhard Schmidt zu senden. Denn – und nun wird es wirklich besonders – das Gebäude, in dem wir heute zu der ersten MenschBank ‚Arbeitsgruppe Bank‘ geladen hatten, war früher die Filiale der SchmidtBank Dresden. Die SchmidtBank war die Bank, in der ich gelernt und 12 Jahre gearbeitet habe. Diese Zeit inspiriert mich bis heute – eine wirklich sehr, sehr wertvolle Zeit, die für mich von großer Wertschätzung im Miteinander sowohl im Kollegenkreis, als auch mit Kunden geprägt war.

Im September 2016 trafen wir Herrn Dr. Schmidt und er sagte sinngemäß:

Wenn Sie es schaffen, Banker aus verschiedenen Banken an einen Tisch zu bekommen, um sich in einem Projekt einig zu werden, dass der Allgemeinheit noch mehr nützt als ihnen selbst, dann müssen Sie wiederkommen und darüber berichten.

Nun, dies ist uns wohl gelungen. Und diesen Erfolg feiern wir heute. Ganz still und sehr berührt, dankbar und voller Demut.

Morgen dann machen wir uns an das Protokoll des Treffens. Reflektieren die Erwartungen im Vorfeld und die Ergebnisse. Erstellen vereinbarungsgemäß eine Doodle-Abfrage für einen Termin für das nächste Treffen. JA!! – es wird ein nächstes Treffen geben. Wieder in einer Dresdner Bank, die ihre Besprechungs-/Seminarräume zur Verfügung stellt. Und bei diesem nächsten Treffen können wir dann all das besser machen, was es zu optimieren gilt. Und zu dem wird dann hoffentlich auch die ein oder andere weitere Dresdner Bank oder auch überregionale Bank kommen. Doch darüber denken wir morgen nach.

Heute freuen wir uns einfach und sind dankbar und berührt: wir haben Geschichte geschrieben. … und an dieser Stelle ein DANKESCHÖN an alle 6 Banker und 3 MenschBanker, die heute dabei waren – und an die beiden Vorgesetzten, die nicht selbst kommen konnten, doch einen Vertreter ihres Hauses geschickt haben.

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