Spiritualität & erfolgreiches Business

Was bin ich froh, dass es das HARVARD BUSINESS MANAGER MAGAZIN gibt….

So kann ich mich in meinem Blogartikel, den ich gerade schreibe, darauf beziehen – speziell auf die Ausgabe 01/2017 ‚Der Achtsame Manager‚.

Denn das Thema, über das ich schreibe, wird manch einen konventionellen Banker irritieren, möglicherweise sogar solche, die finden ‚Menschlichkeit und Wertebewusstsein‘ sind gut und wichtig für die Finanzbranche und uns deshalb beobachten, werden hier ein wenig verwundert sein.

Martin und ich waren am Wochenende bei einem 2 Tagesseminar in Wien mit dem buddhistischen Mönch und Managementtrainer Geshe Michael Roach, der nach 25jährigem Studium der ältesten buddhistischen Schriften, als eine Prüfungsaufgabe von seinem Lehrer erhielt, dieses 2.500 Jahre alte Wissen in New York in der Wirtschaft anzuwenden. Er startete mit ’nichts‘ und beteiligte sich am Aufbau des Diamantenunternehmens Andin International (für 19 Jahre), das 10 weitere Jahre später an Warren Buffet (im Jahr 2009) dann mit 250 Mio Umsatz verkauft wurde.

In seinen Management-Seminaren verbindet er diese alten, buddhistischen Weisheiten über die Wirkungen und Zusammenhänge des Lebens mit modernem Erfolg – ‚ancient wisdom & modern success‚ stand auf den Folien der Präsentation.

Im Harvard Business Manager Magazin wird er als Business’Guru‘ bezeichnet – nun, ich weiß nicht genau, was ein Guru ist. Allerdings habe ich selbst es auch nicht so sehr mit Gurus oder ‚Fankult‘, insofern sehe ich ihn als ’normalen Menschen‘, der mit großer Disziplin und großem Commitment wirklich tiefe, alte Weisheiten erforscht hat und diese in die Sprache unserer Welt übersetzt. Für mich ist er ein Mensch, mit dem es unglaublich viel Freude macht, zu philosophieren, konkret Fragen zu stellen und mir seine Antworten anzuhören, ihn zu beobachten, manches zu hinterfragen, anderes nickend zu bestätigen und vor allem ganz herzlich über seinen Humor und seine Freude beim Lehren zu lachen – nur ein wenig von dieser buddhistisch-amerikanischen Lockerheit verbunden mit seiner tiefen Weisheit würde manch einem Bank-Businessmeeting so gut tun.

Geshe Michael vermittelt auf sehr einfach-pragmatische Weise sehr komplexe Zusammenhänge über Ursache und Wirkung, auf einer sehr direkten, unmittelbaren Ebene, dies gleichzeitig in einem größeren Kontext. Er verbindet in seinem Lehren / Vermitteln dieser Inhalte, Körper und Geist und Emotionen, so dass Yoga zum Kursinhalt ebenso gehört wie Mediation oder es tatsächlich auch v.a. in den individuellen Einzelgruppen emotional werden kann.

Ja, er spielt auf der Bühne auch ein asiatisches Instrument, das, wie Ingmar Höhmann, Redakteur des Artikels im HBM Magazins, ‚esoterische Klänge‘ ertönen lässt. Und ich nehme an (ich weiß es nicht sicher), dass dies nicht als Unterhaltungsprogramm gilt, sondern einen Sinn insofern macht, dass die Musik unser Herz erreicht und uns im Anschluss ‚herzoffener‘ und damit weniger ’nur im Kopf‘ zuhören lässt. Die Klänge sind für mich selbst nicht ‚esoterisch‘. Sie kommen halt einfach aus einer anderen Kultur, mit uns fremden Instrumenten und bis auf ‚Somewhere over the Rainbow‘, das er auch spielte, fremden Melodien. Allerdings sind Martin und ich als Menschen hier recht offen, viel gereist und kennen verschiedene Kulturen – und sehen dies als Ergänzung des Geschäftlichen und nicht als ausschließlich privat.
Gleichzeitig kann ich mir gut vorstellen, dass gerade das Spielen eines fremden Instruments von einem ManagementTrainer auf der Bühne im Anzug für den ein oder anderen Manager befremdlich wirken …

Noch befremdlicher möglicherweise, dass er seine Yoga-Klasse, an der wir am Sonntag morgen teilnahmen, zu Pop, Rock und Rap hielt. Geshe Michael Roach ist an dieser Stelle definitiv unkonventionell, und doch – und glaubt mir, ich hab hier ein gutes Gespür – nehme ich die ‚Befugnis‘ aus der Tradition dieser Lehre heraus wahr, dieses Wissen der ‚westlichen Welt‘ zugänglich zu machen, um letztendlich in unser aller Leben mehr Freude, Miteinander und Erfolg/Erfüllung zu erfahren.

Ich mag in dem Blogartikel nicht auf die Prinzipien eingehen – sondern hier einladen, sich das HBM Magazin oder noch ausführlicher sein Buch ‚Der Diamantschneider‚ besorgen oder an einer der (auch online) Veranstaltungen von Diamond Management, wo man die Prinzipien systematisch lernen kann, teilzunehmen.

Vielmehr möchte ich an dieser Stelle sichtbar machen, dass wir diese Prinzipien ab sofort für MenschBank anwenden. Es sind Prinzipien, die total im Einklang mit unserer Vereinssatzung sind und mit unserer Inspiration aus ‚An die Freude‘ von Friedrich von Schiller. Wir haben wohl auch bislang nur einen von 4 definierten Schritten versäumt, so dass wir im Prinzip nichts anders machen werden, als die letzten Monate, nur eben einen wichtigen Schritt, nämlich die sog. ‚Coffee-Meditation‚ ergänzen.

Im HBM Magazin wird Geshe Michael Roach zitiert ‚Ich könnte Teilnehmern Erfolgsgeschichten erzählen, aber Buddha sagte sinngemäß:

Glaube nichts von dem, was ich sage, einfach nur weil du mich respektierst. Probiere es aus. Wenn es funktioniert, nutze es. Wenn nicht, vergiss es.‘

Martin und ich werden im Sinne von MenschBank diese ‚Werkzeuge / Tools‘, die wir am Wochenende kennenlernen durften, anwenden. Wir sind offen (also kein Zweifel, ob es funktioniert oder nicht), denn es macht aus unserer Weltsicht auch totalen Sinn. Es ist – ohne Frage – wenn wir die Finanzbranche betrachten, revolutionär. Doch damit sind wir entspannt – denn MenschBank an sich ist ja auch schon ‚revolutionär‘.

Wir machen nun einfach mal – und in 3 Monaten melden wir uns wieder dazu. Wir werden dann Umsatzzahlen veröffentlichen, haben wir uns gestern auf der Rückfahrt überlegt. Und wir werden noch ein anderes ‚Maß‘ finden, wie wir den Glücks- und Wirkungsfaktor messen können, denn Geld ist zwar ein Maß, dass wir in der Finanzwelt gut kennen, doch viel wichtiger ist uns (und letztendlich den meisten Menschen) das Glück in Bezug auf Geld.

stay tuned ….

Unser herzlicher Dank gilt den Veranstaltern von Diamond Management, in erster Linie Eva Balzer, den Lehrern und Übersetzern auf diesem Seminar, den anderen Teilnehmern, die aus ganz Europa angereist waren und speziell unserer Kleingruppe, von denen wir mit 3 weiteren eine Art ‚Mastermindgruppe‘ für unser Ziel gebildet haben und uns wöchentlich ‚virtuell‘ zu einem Kaffeegespräch treffen, der Fotografin Uschi Oswald für das Titelbild und natürlich Geshe Michael Roach für die Vermittlung seines Wissens. Ich bin immer wieder zutiefst dankbar, als ‚Neuling‘ quasi von einem Meister, der er zweifelsfrei ‚in seinem Fach‘ ist, lernen zu dürfen. 

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