Kreatives Unternehmertum

Die Inspiration für unser Tun erhalten wir vom Leben: aus der Natur, aus Gesprächen, aus Büchern, aus den Fragen und Antworten von Kindern und manchmal aufgrund von Impulsen bei der Hausarbeit. Immer häufiger hören wir ‚XYZ müsst Ihr kennenlernen!‘ oder ‚Dort müsst Ihr hinfahren!‘ – und wenn es sich stimmig anfühlt (ja, meist ist es ein Bauchgefühl) und zwar für beide Seiten, dann folgt meist eine Wegkreuzung, wo wir solche beeindruckende Menschen wie Jonas Nussbaumer und Manuel Binninger von dem  Kongress zu ‚Kreatives Unternehmertum‘ kennenlernen.

Der Kongress auf dem Hammerhof in Bayern richtete sich an visionäre Unternehmer, Forscher und Abenteurer – und es war definitiv ‚kreativ‘ und als ‚unternehmender Mensch‘ konnte man sich hier sehr unter seinesgleichen fühlen. Wir sind sehr dankbar für das Stipendium, das wir erhielten und uns die Teilnahme ermöglichte. Für das Stipendium bewarben wir uns und konnten so sichtbar machen, was wir an Wert jenseits von Geld zu einer gelingenden Veranstaltung beitragen wollen.

Der Kongress trug auch das Motto „Beziehungen und Bewegungen“ und damit begann auch schon unsere Begeisterung, denn was uns am meisten faszinierte, waren wieder einmal die Begegnungen mit den Menschen.

Inhaltlich war der Kongress breit gefächert:

  • Vorträge über die Entwicklung von Unternehmenskulturen in Verbindung mit Kunst, Kultur, Wissenschaft und Spiritualität
  • Blockchain als Technologie, nicht nur Geld sondern Werte mit der gesamten Welt barrierefrei zu transportieren
  • Workshops zu Nutzen und Potentialen kultureller Bildung als ein fester Bestandteil von (Aus)Bildung in Unternehmen
  • Selbstführerschaft als Beginn jeglichen Gestaltens
  • Zeitqualität aus astrologischer Perspektive

All dies hat unseren eigenen Horizont erweitert und uns ganz neue Perspektiven praktisch ausprobieren lassen. Uns wurden Hinweise und Handlungsbeschreibungen mit an die Hand gegeben, die sich sofort in den Alltag integrieren lassen – beispielsweise Konzentrationsübungen in herausfordernden Verhandlungssituationen.

Ein Kongressformat, bei dem Menschen in einer solchen Offenheit und menschlichen Tiefe zusammen kommen UND den Bezug zu wirtschaftlichen, ganz bodenständigen Themen erörtern, ist etwas sehr Besonderes. Jeder der gut 70 Teilnehmer hätte wohl tiefsinnige und wertvolle Geschichten erzählen können, aus denen man lernen, besser verstehen und die Welt mit anderen Augen sehen konnte, sodass die eigene Innovationsfähigkeit steigt. Egal mit wem wir uns unterhielten, die Offenheit und Wertschätzung füreinander, sowie die Bereitschaft sich gegenseitig zu unterstützen, war bemerkenswert.

Eine dieser Begegnungen möchten wir gern stellvertretend dafür herausgreifen:

Zum Mittag durften wir erfahren, was ein Dialogarchitekt ist und was er am besten kann. Wir sitzen vor einem bestimmt 70jährigen Herren, der begeistert davon spricht, wie er in Genossenschaftsbanken die Idee von Beteiligung aller am Ganzen zum Wohle für die Gesellschaft neu entwickeln möchte. Spätestens jetzt sind wir Feuer und Flamme und berichten, was wir so tun. Auf einmal holt er seine Visitenkarte aus, doch nicht einfach, um sie uns zu überreichen. Er beginnt auf ihr zu zeichnen. Das Ergebnis (siehe Titelbild) beschreibt er mit folgenden Worten:

„Der Wert eines Unternehmens entsteht maßgeblich aus den an der Vision mitwirkenden Menschen. Die wertvollsten Unternehmen müssen also diejenigen sein, welche auch und vor allem ganz junge und ganz alte Menschen wertschätzen.“

Es gibt Momente, da ist es wirklich schwer, Freudentränen zu unterdrücken. Dieser war einer davon. Und genau das machte diesen Kongress so besonders. Es ging um Menschen und ihre Geschichten und leidenschaftlichen Ideen, um Unternehmen, die das gesellschaftliche Leben dieser Menschen bereichern und um Unternehmer, die verrückt genug sind, dafür einzustehen und Vorbild zu sein.

Wer als Unternehmer und Führungskraft seinen eigenen Horizont um menschliche Unternehmensentwicklung, kreative Bildung, sinnbehaftetes Wirtschaften, Ästhetik der Problemlösung, Freiheit als Erfolgsfaktor und moralische Schönheit erweitern und mit Gleichgesinnten zusammenwirken möchte, dem können wir dieses Netzwerk an innovativ-menschlichen Unternehmern nur ans Herz legen.

Wir sind dem Team um Jonas Nussbaumer und Manuel Binninger unglaublich dankbar für diese besonders wertvolle und bereichernde Erfahrung sowie den wegweisenden Begegnungen. Diese Plattform und ihre engagierten Menschen verdienen jede Unterstützung und wir hierzu möchten wir jeden einladen. 

Und ein wenig verstehen wir nun auch, warum unser Jugendwirtschaftskongress in 2017 noch nicht stattfinden ’sollte‘ – denn wir wollen ihn gemeinsam mit Unternehmern und Veranstaltern wie den Menschen von ‚Kreatives Unternehmertum‘ machen; und zwar aus einem einfachen Grund: Wir teilen die gleiche Vision von Menschsein in der Wirtschaft. Und es macht soviel mehr Freude und ist Ressourcen schonend, in einem solchen Fall miteinander zu tun.

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