Die weibliche Seite des Geldes

Silke Hohmuth schreibt:

Die meisten Experten zum Thema Geld sind männlich. Punkt. Zumindest in unserer Finanzwelt. Und die wenigen weiblichen Expertinnen erzählen zum Thema Geld häufig männliche Wahrheiten, die einhergehen mit ‚Höher – Weiter – Schneller‘.

Was ist die WEIBLICHE SEITE des Geldes?

Und geben die Antworten auf diese Frage möglicherweise auch neue Perspektiven auf unsere MenschBank-Vision?!

Die Vision von MenschBank ist, dass alles Geld auf der Erde, vor allem solches, das durch die Banken fließt, dem Leben auf unserem Planeten dient und uns als Menschen im Miteinander glücklich sein lässt.

Ende April war ich beim Geldgipfel der GLS Bank ‚Von der Finanzwirtschaft zur Realwirtschaft‘. Hier durfte ich Katharina Serafimova kennenlernen – wenngleich wir beide das Gefühl hatten, uns schon lange zu kennen.

Wir tun nämlich ähnliches: wir hören den Menschen zu, was sie über Geld erzählen. Katharina macht dies auf eine ganz bezaubernde, sanfte Art. Sie gibt den Leisen eine Stimme, wie sie so schön sagt und die Videos, die sie davon erstellt, sind sehr berührend. Schau Dir ihre Webseite an – oder folge auf Facebook.

Sie ist die Schweizer MOMO, sie kann zuhören wie keine andere

Was die kleine Momo konnte wie kein anderer, das war: zuhören. Das ist nichts Besonderes, wird nun vielleicht mancher Leser sagen, zuhören kann doch jeder.

Aber das ist ein Irrtum. Wirklich zuhören können nur ganz wenige Menschen. Und so wie Momo sich aufs Zuhören verstand, war es ganz und gar einmalig.

Momo konnte zuhören, dass dummen Leuten plötzlich sehr gescheite Gedanken kamen. Nicht etwa, weil sie etwas sagte oder fragte, was den anderen auf solche Gedanken brachte, nein, sie saß nur da und hörte einfach zu, mit aller Aufmerksamkeit und Anteilnahme. Dabei schaute sie den anderen mit ihren großen, dunklen Augen an und der Betreffende fühlte, wie in ihm auf einmal Gedanken auftauchten, von denen er nie geahnt hatte, dass sie in ihm steckten.

Sie konnte zuhören, dass ratlose oder unentschlossene Leute auf einmal ganz genau wussten, was sie wollten. Oder dass Schüchterne sich plötzlich frei und mutig fühlten. Oder dass Unglückliche und Bedrückte zuversichtlich und froh wurden. Und wenn jemand meinte, sein Leben sei ganz verfehlt und bedeutungslos und er selbst nur irgendeiner unter Millionen, einer, auf den es überhaupt nicht ankommt und der ebenso schnell ersetzt werden kann wie ein kaputter Topf – und er ging hin und erzählte alles das der kleinen Momo, dann wurde ihm, noch während er redete, auf geheimnisvolle Weise klar, dass er sich gründlich irrte, dass es ihn, genauso wie er war, unter allen Menschen nur ein einziges Mal gab und dass er deshalb auf seine besondere Weise für die Welt wichtig war.

So konnte Momo zuhören!

Genau auf diese Weise hört Katharina den Menschen in Bezug auf Geld zu. Und möglicherweise kommen dann neue Fragen ganz von selbst und Antworten auf diese auch. Dieses Zuhören ist so wichtig – und es gelingt mit einer ganz wertvollen Zutat: ZEIT.

Zeit, die wir neuen Geld-Expertinnen den Menschen schenken. Und möglicherweise, indem wir aufzeigen, dass ‚Zeit ist Geld‘ aus einer männlichen Betrachtung kommt und Zeit möglicherweise nicht Geld, sondern Leben ist, möglicherweise, zeigt sich dann die weibliche und lebendige Seite des Geldes.

Unsere Begegnung vom Geldgipfel wird weitergehen – wohin der Weg führt, weiß ich noch nicht. Das Warum? unseres Tuns teilen wir: die Vision von einem menschlichen Finanzwesen.

BRIDGES FOR EUROPE‚ habe ich die Geldbrücken genannt, die wir bauen wollen. Polibank wird ein konkretes Projekt davon sein – und natürlich unsere Geldmärchen. Es zeigen sich gerade mehr und mehr ‚Geld-Frauen‘ aus ganz Europa, die als Brückenarchitektinnen mitwirken werden.

Welch Geschenk, dass sie ihr Wissen und ihre Erfahrungen einfach teilen – in Wertschätzung füreinander und der gemeinsamen Vision einer tragenden Geldbrücke für Europa und die Welt – im Einklang mit dem ‚Blauen Wunder‘ Erde und den darauf lebenden Menschen, Tieren und Natur.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

99 − = 92