Bürgerkarte

Update 17.5.2018

Trotz mehrmaliger Nachfrage haben wir bislang noch kein konkretes Feedback von der Landeshauptstadt erhalten, weshalb wir mit nur 1 von 5 Punkten (ich hatte das in der Email falsch gelesen) eingestuft wurden und nicht zum Voting zugelassen sind.

Offen gestanden sind wir darüber mehr als irritiert – und entspricht es unserer Auffassung nach nicht den Werten einer Wirtschaft oder Politik (inkl. Verwaltung), die dem Gemeinwohl dient.

Genau dafür zu sensibilisieren, zu reformieren und manchmal sogar ein wenig Rebell zu sein, sind wir angetreten. Und so sind wir unglaublich dankbar, Unterstützung aus der FDP/FB Fraktion des Dresdner Stadtrates zu erhalten, die heute eine mündliche Anfrage in selbigem stellen wird.

Die Anfrage betrifft nicht konkret unser Projekt, sondern den Prozess, der zur Auswahl der am Voting teilnehmenden Projekte geführt hat. Es geht auch nicht nur um uns, oder die Dresdner Bürgerkarte, sondern es geht um die Prinzipien gelebter Demokratie und transparenter Mittelvergabe öffentlicher Gelder.

Derweil waren wir in der vergangenen Woche im Landkreis Görlitz und am Montag diese Woche beim Chef der Staatskanzlei Thüringen. In beiden Gesprächen war die Bürgerkarte Inhalt – und wir schauen jetzt gemeinsam, wo und wie wir sie umsetzen können.

Auch haben wir ein Feedback von Prof. Loske erhalten, der das BMBF (Ministerium, bei dem die Zukunftsstadtanträge gestellt werden) berät: Der Vorschlag enthält sehr viele Elemente einer nachhaltigen, kooperativen und partizipativ angelegten Gemeinwohlökonomie und ist insofern innovativ. – YEAH!!! – wir wussten es, das Projekt ist wirklich innovativ. Allerdings hat er auch darauf hingewiesen, dass wir eine Fachsprache verwenden, die 90 Prozent der Bürger nicht verstehen (möglicherweise auch die Jury?!) und dass sich nicht erschließt, wie die 3 sehr komplexen Elemente gut miteinander verbunden werden können. An der Sprache werden wir arbeiten – und der zweiten Punkt: … das wissen wir auch noch nicht im Konkreten, denn das wird das Leben zeigen. Wir wissen jedoch, dass alle drei Punkte zusammen gehören…. Um dies für potenzielle Geldgeber zu lösen, werden wir das 3-teilige-Projekt in Einzelprojekte unterteilen und erst einmal getrennt voneinander betrachten.

Update 7.5.2018

Noch könnt Ihr nicht voten; wir haben nämlich am Freitag erfahren, dass unser Projektantrag von einer Jury als nicht realisierbar (nur 2 von 5 Punkten) eingeschätzt wurde und somit nicht für das Voting zugelassen werden soll.

Wir können es nicht verstehen:

– gibt es die Bürgerkarte doch bereits in Bayern
– gibt es Menschen, die ihrem Sinn entsprechend arbeiten und dafür Geld erhalten
– gibt es Orte, in denen im Sinne des Gemeinwohls gewirkt wird
– gibt es schon Conscious Fintechs, die sich mit dem Thema Blockchain für Grundeinkommen auseinander setzen
– gibt es Menschen, die anderen Geld schenken, dass diese fürs Gemeinwohl wirken können

Alles, was wir im Projektantrag skizzieren, gibt es schon – alles, was wir machen, ist ‚Copy & Paste‘ im Einklang und gemeinsam mit den am Gemeinwohl orientierten Akteuren / Erfindern der Programme – und bringen diese tollen Ideen nach Dresden.

Hachz, die Verwaltungen….
Wir bleiben dran: Wenn die Bürger entscheiden dürfen, sollen die Bürger bitte alle Projekte sehen, die als Anträge eingereicht wurden – das ist nach unserem Verständnis Demokratie.

Wir haben an die Jury geschrieben; und drücken nun die Daumen, dass man bald auch für uns voten kann.

Eure MenschBank-‚Rebellen‘ 😉 

______

Wir bitten um Eure Hilfe:

3.5.2018

Vom 7. Mai bis 21. Mai 2018 findet bei 99 Funken ein Voting statt, so dass wir Bürger entscheiden können, welches der Zukunftsstadtprojekte aus der Landeshauptstadt Dresden in den Genuss der zusätzlichen Geldmittel unseres Oberbürgermeisters kommt und sicher umgesetzt wird – und damit schon in 2018 (und nicht erst 2019) beginnen kann. .

Wenn wir gewinnen, können wir sofort starten, für die Dresdner Bürger und deren Projekte Gelder zu sammeln und haben zugleich die ersten SinnAmt-Stellen fürs Gemeinwohl geschaffen.

Wir freuen uns über Eure Unterstützung – jede Stimme zählt. Hierzu müsst Ihr Euch bei 99Funken anmelden, eine kleine Hürde, die jedoch die Transparenz und das seriöse Voting ermöglicht und um die wir Euch von Herzen bitten.

Vielen, vielen Dank, Christiane & Silke.

 

PS. Ein DANKESCHÖN auch an unseren Oberbürgermeister Dirk Hilbert. Wir finden es ‚mega‘ (wie Christiane gerne sagt), dass er das Engagement der Dresdner Bürger im Zukunftsstadtprojekt mit diesem Extra-Budget unterstützt. So geht in unseren Augen Wirtschaftsförderung 4.0: die Politik/Verwaltung gibt Geld und die Bürger entscheiden (voten) verantwortungsvoll, wofür das Geld eingesetzt werden soll. Daumen hoch dafür, Herr Hilbert!!

 

 

Ausführlich die Bürgerkarte beschreiben, werden wir noch ‚in Ruhe‘. Liane von Himberspecht wird uns über Graphic Recording helfen, sie sichtbar zu machen, ein Video-Interview mit dem Initiator ist schon gedreht und wartet darauf, geschnitten zu werden. Viele weitere Helfer werden unterstützen. Schritt für Schritt. Zunächst hier in Kürze (und mehr könnt Ihr in der Projektbeschreibung bei der Zukunftsstadt bzw. beim Voting lesen).
Die Dresdner Bürgerkarte ist ein dreiteiliges Projekt im Rahmen der Zukunftsstadt Dresden.

  1. Dresdner Bürgerkarte ‚Geld‘ – wir sammeln Geld für Bürgerprojekte und bauen parallel ein Bürgervermögen auf, über dessen Verwendung die Bürger einmal jährlich entscheiden können. Hier kurz im Video erklärt.
    Hiermit können wir sofort starten, da wir auf das bewährte System vom Bürger vermögen viel e.V. aufsetzen. Mehr Infos
  2. Bürgerdialog ‚Gemeinwohl‘ – was genau ist Gemeinwohl für die Bürger der Landeshauptstadt Dresden
  3. Dresdner Bürgerkarte ‚Zeit‘ – modernes Zeitmess-Tool für ehrenamtliches Tun und Aufspüren bzw. Gestalten von unbürokratischen Finanzierungsmöglichkeiten für Ehrenamt, das dem Gemeinwohl dient.
    Gleichzeitig Sensibilisierung der Dresdner Bürger für ihren eigenen Lebenssinn, ihre Stärken und Talente und Inspiration dahingehend, diese in der Stadtgesellschaft aktiv zu leben = Sinnamt.